ACH in Weimar – Tag 3: Aufwiedersehen!

„Räumliche Orientierung ist eine Fähigkeit von Menschen und Tieren, die ihnen hilft, sich im Raum und richtungsbezogen zurechtzufinden und angemessen zu bewegen.“ (Wiki)

wp_20170304_10_33_47_proAuf der Suche nach dem Weimarer Bahnhof verfahren wir uns. Es gelingt uns mehrere Male, in seine Nähe zu gelangen. Aber irgendwie ist der Verkehr so geregelt, dass man immer am Bahnhof vorbei fahren muss. Hat Professor Dumbledore einen Bannkreis um das Gebäude gelegt?
Doch mit einem schlichten Verstoß gegen die StVO gelingt uns der Durchbruch. Am Bahnhof befinden sich mehr Bundesgrenzschützer, als Fahrgäste. Ennis und Laus verabschieden sich. Letzter Tag. Vorbei.
Ichael und ich setzen uns wieder mit Anfred ins Auto und machen uns auf den Weg nach Hause. Aber dann, gerade noch rechtzeitig, merken wir: Getränke Bock! Das Navi führt uns irgendwie komisch im Kreis herum, kann aber nicht verhindern, dass wir den Getränkefachmarkt Ronald Bock doch noch  finden. Und dann der Schock: GfMRB macht erst abends auf. Wir haben es vergeigt! Nicht im Goethe-Haus gewesen, schön und gut – aber nicht bei Getränke Bock gewesen, das ist eigentlich ein NoGo unter Weimar-Touristen.wp_20170304_11_10_38_pro
Und jetzt merken wir, dass die Getränke Bock fast neben unserer Jugendherberge ist. Tja, räumliche Orientierung! Ohne Bier setzen wir uns wieder in das Auto und fahren in Richtung Autobahn. Und da merken wir: Mann wir haben voll nahe an der Innenstadt gewohnt. Noch näher als wir dachten. Wir hätten nur mal einen anderen Weg ausprobieren müssen.

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Auf der A7, Höhe Poppenhausen, kommen wir nochmal auf das Thema mit dem Erwachsen sein zurück. Anfred fühlt sich nicht erwachsen, trotz Beruf, Haus, Schulden, Frau und Kinder. Ich bestätige das. Geht mir auch so. Man fühlt sich wie ein Hochstapler. Wir kommen zu folgendem Schluss:
1. Früher war erwachsen werden erstrebenswert und vorbildlich. Jetzt ist jugendlich sein ersterbenswert und vorbildlich. Erwachsen will eigentlich keiner sein.
2. Wir dachten immer, wenn wir erwachsen sind, haben wir den Durchblick, sind souverän und wissen alles.
3. Jetzt ist unsere Lebenssituation die eines Erwachsenen, aber wir sind nicht souverän und wir haben keinen Durchblick. Es fehlt uns also das wesentliche Merkmal des Erwachsenseins, das wir uns immer vorgestellt haben. Wir fühlen uns ständig überfordert. Vermutlich geht es allen so.
4. Aber: Würden wir uns mit den Studienanfängern von 1994 vergleichen, wir würden feststellen, wir haben Fortschritte in der Welt der Erwachsenen gemacht.
Im Radio hören wir, dass Präsident Trump behauptet, Obama haben ihn im Wahlkampf abgehört. Er hat keine Beweise vorgelegt. Wir sind uns einig: Der Typ hat einen Knall. Aber mächtig.
Bei mir zu Hause werden wir mit Kaffee und Keksen erwartet. So hatte ich mir das vorgestellt.
Als Fazit könnte man sagen: Beim Perser haben wir die Weltlage analysiert und die Lösung gefunden. Auf der Rückfahrt haben wir unsere Lebenssituation analysiert und herausgefunden, warum wir uns so fühlen, wie wir uns fühlen. Stark!
Außerdem kennen Laus, Ennis, Ichael und Anfred jetzt Schnipo Schranke und Bilderbuch. Wir sind also wieder vorn dabei.

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Über Ens Oeser

Ens Oeser ist zusammen mit Laus Itzigmann und Ennis Eineck die Band ACH. Das allen Äußerungen der Band zugrunde liegende Konzept ist "Hobbypop".
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